nicht eingeloggt  einloggen

CAN Monitor (Z30)

Num. Display, Rückseite
Num. Display, Rückseite
Frontansicht, Display für num. Werte
Frontansicht, Display für num. Werte

Mit diesem Gerät konnten aus dem CAN-Bus des Mitsubishi Colt Z30 einige normalerweise verborgene Informationen herausgeholt werden. Von der Anzahl der Einzelplatinen her ist dieses Projekt derzeit (Mai 2009) das grösste, da es aus 4 Einzel-Modulen besteht:
• Display für numerische Werte
• Treiber für num. Display
• Display für Status-LEDs + Treiber
• Daten-Auswertung + Netzteil

Bei der ersten Umsetzung auf einen AVR wurden die Daten noch über ein kleines Farb-LCD (132x132 Pixel) ausgegeben. Mangels Grösse und Sichtbarkeit wurde die Darstellung dann auf 7-Segment-Anzeigen geändert.

Nach Selbsttest, bereit für Daten
Nach Selbsttest, bereit für Daten

Auf dem Display für die numerischen Werte werden die folgenden Daten angezeigt:

1. Zeile: • Geschwindigkeit
• Drehzahl
• Gang (nur bei geschlossener Kupplung und Geschwindigkeiten > 0 sinnvoll)
2. Zeile: • Gaspedalstellung (%)
• Bordspannung (V)
• Tankinhalt (L)
3. Zeile: • Wassertemperatur (°C)
• Strom EPS (A)
• Freies 2-stelliges Feld
4. Zeile: • Klimaanlage Kühlmitteldruck (Einheit noch unbekannt)
• Klimaanlage Kompressorantrieb (Einheit noch unbekannt)
Es gibt auf dem Display noch 3 2er-Displays, die bis jetzt noch nicht zugeordnet sind; nur 1 davon ist als Reserve bestückt.

Treiberplatine für num. Display
Treiberplatine für num. Display
Treiberplatine, Rückseite
Treiberplatine, Rückseite

Der Treiber für dieses Display besteht im wesentlichen aus 4x ATMega8 sowie 4x ULN2803 fü die Kathoden und 5x UDN2891 für die Anoden. Gefüttert werden die AVRs über den I2C-Bus. Hierüber erfolgt auch die Stromversorgung. Die Aufteilung auf mehrere ATMegas war notwendig, da einer alleine die grosse Anzahl an Ziffern nicht mehr flimmerfrei bedienen konnte. Da dadurch auch genug Pins für die Ansteuerung der jeweiligen Segmente vorhanden waren, konnten die zuerst noch eingeplanten Schieberegister (74HC595) entfallen.

Die Platine für die Status-LEDs zeigt auf verschiedenfarbigen LEDs die (Schalt-)Signale an. In einer 8x5-Matrix werden die Kathoden der LEDs mit einem ULN2803 geschaltet, die Anoden mit jeweils einem BC557. Angesteuert werden die Kathoden und Anoden auch hier über einen ATMega8.

Anzeige mit Nullwerten
Anzeige mit Nullwerten
Status-Anzeige mit Treiber
Status-Anzeige mit Treiber

Mangels passender blauer LEDs wurden die LEDs für Fernlicht und "Motor kalt" mit einer grünen bzw. roten ersetzt. Lediglich die CAN-Sleep-LED wurde mit einer blauen LED (2200 mcd) bestückt. Ein Austausch der LEDs ist für später geplant.

Auf der 4. Platine des Projekts erfolgt die Auswertung mit einem ATMega32. Die Pegelwandlung für den CAN232-Gateway übernimmt ein MAX232. Ebenso ist dort auch das Netzteil für den Can-Monitor verbaut.

Als Stromversorgung war zuerst ein Schaltnetzteil mit einem LM2575 geplant. Wegen bisher noch nicht bekannter und nicht weiter verfolgter Probleme fing jedoch die Drossel hörbar (sehr laut!) zu Schwingen an; der Ausgangsstrom war auch gerade so hoch, dass die LEDs nur leicht glimmten und einige der AVRs nicht korrekt starteten. Um das Projekt dennoch schnell abzuschliessen wurde statt dem LM2575 einfach ein klassischer 7805 verwendet, welcher den nötigen Strom problemlos schafft.

Platine für Auswertung und Stromversorgung
Platine für Auswertung und Stromversorgung
Status-Anzeige, Selbsttest
Status-Anzeige, Selbsttest

Nachdem die Software für die Decodierung der CAN-Nachrichten aufgespielt wurde, sollte ein Test durchgeführt werden. Es kam jedoch zuerst keine Kommunikation zustande. Nach langer Überprüfung der Hardware, Nachmessen von Leiterbahnen und Bauteilen, Tests mit anderer Hardware etc. konnte der Fehler gefunden werden: In der Initialisierung der UART wurde ein falsches Bit in einem Register gesetzt (URSEL vs. UMSEL). Ein häufiger Fehler durch fast gleiche Registernamen.

Nach der Korrektur dieses Fehlers erfolgte dann der erste Test des Gesamtsystems. Der Software-CAN-Monitor lieferte aufgezeichnete Daten per UART so an den ATMega32, dass sie für diesen wie die Original-Daten des CAN232 aussehen. Dieser Test verlief erfolgreich und ohne auffallende Fehler.

Die Endmontage mit Gehäuse wurde nie durchgeführt, da die CanBox relativ schnell die Nachfolge antrat.

Videos

Video vom ersten Test mit Farb-LCD (Youtube, 60 sec)
Video vom Selbsttest des num. Displays (Youtube, 8 sec)
Video vom Test mit aufgezeichneten Daten (Youtube, 60 sec)


Letzte Änderung: 2014-11-08 15:00:18
Seite erzeugt in 0.004 Sekunden (11.1 kB)